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SG1 – 1. FC Calmbach 2:2 (2:1)

So, 27. September 2020, 16.00 Uhr

Gibt es wirklich „Menschen“, die es innerhalb der ersten sechs Tage einer Woche nicht schaffen, ihren Frust nicht nur auf-, sondern auch wieder auf Normalniveau abzubauen – für einen total entspannten siebten Tag?

Ja. Leider.

Doch weil ausgerechnet dieser Tag derzeit verdammt häufig auf ein Fußballspiel fällt und/oder umgekehrt, so, verdammt!, traf ausgerechnet ich – der frustloseste Mensch dieses Universums – auf genau solche „Menschen“. Unrühmliche drei von dieser Sorte (die nahezu schon bemitleidenswerte Frau in ihrer Mitte klammere ich mal aus) schoben derart Frust, dass sie diesen am Spielfeldrand des Schwarzenberger Fußballrechtecks aus ihrem Innersten herauslassen und (nicht nur) ins Spielfeld hineinschreien mussten. Natürlich in Richtung des Schiedsrichters. Als ob dieses Areal ein rechtsfreier Raum wäre. Und als ob sie zu entscheiden hätten, ob es nun Abseits war oder auch nicht …

… da reicht eigentlich ein selbst noch so dickes Fell nicht aus, das sich der Schiedsrichter hätte überziehen müssen. Darum wirklich erstaunlich, dass Sezgin Atmaca in seiner zweiten Partie an diesem Tag – er leitete bereits das 13-Uhr-Spiel auf demselben Platz – seiner Linie nicht nur treu blieb, sondern diese „Menschen“ und ihren Frust sogar zu ignorieren wusste. Respekt!

Nach einem Eckball für Calmbach der Versuch vom früheren SG-Akteur Dominik Soares, dem Eck-Ball nicht im Wege zu stehen.

Der Versuch einer Überleitung: bin allerdings nicht wirklich sicher, ob der 1. FC Calmbach um ihrem Chefcoach Peter Sieben die ersten 20 Minuten gegentorlos überstanden hätte, wenn sie dieselbe Aggressivität wie diese drei „Menschen“ an den Tag gelegt hätte. Denn der Gastgeber mit ihrem Coachgespann Markus Gonsior und Andreas Essig ging mit einem – wie umgehe ich nun das Wort Aggressivität? – sehr ungewohnten (ich habs!) Pressing ans Werk, so dass er nach nur 17 Minuten mit 2:0 vorne lag. Samuel Köhle in der 9. und Captain Simone Guarnieri in der 17. Minute hatten für großes Staunen in allen Mündern gesorgt.

Dem Favoriten aus Calmbach gelang es jedoch, seine Schockstarre abzulegen und nun das Heft des Handelns mit einem eigenen Kapitel zu versehen. Die Seite 31 von 45 in der ersten Halbzeit hatte es hierbei in sich. Nämlich den Anschlusstreffer durch den Toptorschützen Serkan Ihtyar. Der vielleicht überraschte Niklas Maletsch im Gastgebertor konnte dessen Schuss nicht mehr die entscheidende Wendung geben, so dass der Ball nahezu im Dreiangel einschlug.

Calmbach gab von seinem Oberwasser bis vielleicht 10 Minuten vor dem Schlusspfiff nicht mehr viel ab. Und so landete nicht unverdient, also verdientermaßen – jedoch bereits viel zu früh, nur vier Minuten nach Wiederanpfiff –, der zweite Sonntagsschuss in Niklas‘ Maschen. Ausgleichstorschütze: Shpetim Devaja.

 

Die Statements der beiden Trainer nach dem Spiel zum Spiel

YouTube | Fatzpuck

 

In den letzten Minuten hatte jedoch die SG derart dicke Chancen, dass sie beinahe noch als Sieger das Schwarzenberger Fußballrund hätte verlassen können. Doch Calmbachs Torhüter Patrick Melzer verhinderte mit mehr Geschick als Glück diese größere Überraschung. Die SG also, nun ja, immerhin mit einem Punktgewinn. P7s Elf mit dem früheren SG-ler Ronny Holzapfel, der in der 80. Minute für den ebenfalls früheren SG-ler Dominik Soares eingewechselt wurde – und die beide vor dem Anpfiff noch offiziellst vom TSV-„Abteilungsleiter Fußball“ Tobias Renner und von Markus Gonsior verabschiedet worden waren –, mit einem, hmm, Punktverlust.

Versöhnlicher (Ab-) Schluss: das Calmbacher Besucherpaar mit Hund auf der diagonalen Gegenseite des Rechtecks hingegen, das ließ eine respektvolle Diskussion zu. Abseits oder auch nicht? Das war auch hier die entscheidende Frage. Ergebnis? Ein weiteres unterhaltsames Unentschieden.

Serkans Lupfer senkte sich zwar über Niklas Maletsch hinweg runter ins Tor. Doch auch hier hatte der Schiedsrichter immer recht: Abseits.

Die nächste eckige Diskussionsrunde findet typischerweise wieder an einem Sonntag statt. Typischerweise bereits wieder am nächsten. Dann jedoch auf dem Platz von Enzklösterle, auf dem die SG1 gegen die SG Oberes Enztal – mit ihrem früheren SG-Coach Dirk Mayer – einen fünften Anlauf starten muss, um drei Punkte in nur einem Spiel einzufahren.

Vorschau – Sonntag, 4. Oktober 2020:
16 Uhr: SG Oberes Enztal – SG1

 

Spielbericht vom FC Calmbach

 

Ein Bild, das mal wieder mehr sagt als 1000 Worte.

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