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SG1 – TSV Schömberg 0:1 (0:1)

Sa, 9. November 2019, 15.00 Uhr

Der Vizemeister der B-Liga in der vorherigen Saison, Vorletzter in der A-Liga mit 2 Siegen in 12 Spielen, gewinnt auf fremden Platz gegen den A-Liga-Vizemeister, Platz 6 mit sechs Siegen. – Wie viele Wetten wohl verloren gingen, nach diesem erstmaligen Derby in der A-Liga? Die SG rutscht auf den 9. Platz hinab, der TSV behält seinen vorletzten Platz. Nun jedoch nur noch einen Punkt statt zuvor drei Punkte Abstand zum Drittletzten.

Beide Teams hatten mit 10 Mann das Spiel beenden dürfen. Die SG war seit der 28. Minute nach einer zweiten Gelben Karte ein Mann weniger. Der TSV zog erst in der 76. nach. Am Ende hatte der TSV zusätzlich sieben Gelbe Karten auf seinem Konto, die SG brav nur zwei Gelbe. – Ob dies bereits was aussagte über die Einstellung beider Mannschaften in diesem vorgezogenen Spiel des 13. Spieltags?

 

Somit ist die SG (erneut) unter Zugzwang. Ob da der nächste Gegner im nächsten Derby – kaum ein Spiel ohne Derbycharakter – gerade recht kommt? Thront doch der 1. FC Engelsbrand nach Startschwierigkeiten auf dem dritten Rang, sogar mit mehr Punkten Vorsprung zur nachfolgenden Mannschaft statt zum Zweiten. 38:28 dessen Torverhältnis vs. 25:24 der von der SG. – Die Zeiten sind hart. Und dürfen nicht viel härter werden.

Vorschau – Sonntag, 17. November 2019:
14.30 Uhr: 1. FC Engelsbrand – SG1

 

Aus Sicht des TSV Schömberg: »Sieger im Lokalderby«

Veröffentlichung des Spielberichts im Schömberger Gemeindeblatt am 22.11.2019 mit freundlicher Genehmigung durch den Autor Nikola Corak, Vorstand Sport des TSV Schömberg:

Vor 12 Jahren in der Saison 2006/2007 stieg der TSV Schwarzenberg, damals noch ohne die sportliche Unterstützung aus Unterreichenbach, in die A-Klasse auf. Seit dieser Saison kam es nicht mehr zum direkten Aufeinandertreffen der beiden ortsansässigen Fußballvereine. Klar, dass diesem Spiel schon lange entgegengefiebert wurde.

Zitat aus der Trainingswoche vor dem Spiel von Niko Corak: „Es wird viele Derbys geben in nächsten Jahren, aber dieses hier ist das Wichtigste, weil es allen in Erinnerung bleiben wird“. Dass die Spieler die Ansage verstanden hatten, stellten sie eindrucksvoll in einem leidenschaftlichen Duell unter Beweis. Optimal auf die Partie vorbereitet, übernahm der TSV Schömberg mit Anpfiff die Spielleitung und ließ den Gegner häufig in seinen Aktionen verzweifeln. Das aggressive Angriffspressing und eine bedingungslose Zweikampfführung prägten die erste Halbzeit, in denen die Heimmannschaft sich nur selten freispielen konnte. Während die Elf aus Schömberg sich immer näher an die Führung herankämpfte, musste der Unparteiische nach häufigem Foulspiel die SG bereits nach 30 Minuten um einen Mann dezimieren.

In Überzahl dominierte der TSV seinen in der Tabelle besser platzierten Kontrahenten phasenweise eindrucksvoll und präsentierte sich von seiner besten Seite. Nach mehrmaligen Versuchen, die knapp scheiterten, fiel in der 44. Minute dann doch der längst überfällige Führungstreffer für den TSV. Nach einer zunächst verteidigten Eckballchance landet der Ball auf dem starken rechten Fuß von Adrian Haug. Dieser zögerte nicht lange, sondern nutzte die Unübersichtlichkeit im gegnerischen Strafraum, um abzuschließen. Etwas glücklich für die einen und schmerzend für die anderen, wird der Ball unhaltbar ins Tor abgefälscht. Die Stimmung auf dem „ Balkon“ war nicht erst zu diesem Zeitpunkt längst in ein stöhnendes Raunen übergegangen. Mit einem solch souveränen Auftritt des TSV Schömberg hatte niemand gerechnet.

In der zweiten Halbzeit waren die Aktionen weiterhin klar verteilt. Obwohl die SG sich Chancen erspielte, hatte der TSV die besseren Möglichkeiten, den Spielstand in eine deutliche Niederlage zu erhöhen. Unglücklicherweise hielten die Nerven dem ggf. selbst auferlegten Druck nicht stand, sodass man keinen weiteren Treffer feiern durfte. Einzig dem Schlussmann der SG war es letztlich zu verdanken, dass aus dem Spiel keine höhere Niederlage resultierte.

Mit Fortschreiten der Spielzeit und dem weiterhin fehlenden zweiten Führungstor, kam die Nervosität auf und auch die Fehler vor dem eigenen Strafraum häuften sich. Bedingt hierdurch musste schließlich auch Marcel Mesaros den Platz vorzeitig mit der Ampelkarte verlassen. Es folgte die wohl stärkste Phase der Gastgeber. Diese hielt jedoch nur kurz, ehe Schömberg das Zepter wieder in die Hand nahm und den Sieg nach Hause schaukelte. Dass am Ende die Feierlichkeiten bis spät in die Nacht gingen, muss an dieser Stelle wohl nicht erwähnt werden.

Trotz des fantastischen Sieges bleibt die Mannschaft allerdings weiterhin im unteren Tabellendrittel und spielt bislang noch hinter ihren Erwartungen. Die verbleibenden Begegnungen werden daher entscheidend sein, inwiefern die Feiertage in Ruhe oder in Anspannung auf die Rückrunde genossen werden können. Als Verein sind wir jedoch für diese Woche überglücklich mit der Leistung unserer Jungs und werden den beeindruckenden Auftritt gegen die überrascht wirkenden Spieler der SG Unterreichenbach/Schwarzenberg noch lange im Gedächtnis behalten.

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